Glücksspiel soll Landesbudget in OÖ auffetten
Trotz Verbot der Spielautomaten sollen diese besteuert werden
LINZ (SN). Der oö. Finanzreferent Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) will, wie berichtet, das sogenannte kleine Glücksspiel als Geldquelle erschließen. Die SPÖ signalisiert vorsichtige Zustimmung, knüpft diese allerdings an Bedingungen, etwa eine Zweckbindung der Erlöse für die Suchtprävention. Vorerst ist die Diskussion aber nur theoretisch, denn das kleine Glücksspiel ist in Oberösterreich offiziell noch verboten.
Casinos-Austria-Chef Karl Stoss, der kürzlich eine „SOKO Glücksspiel“ gefordert hatte, um den Wildwuchs beim kleinen Glücksspiel einzudämmen, vermutet, dass es in Oberösterreich trotz Verbot 4000 Automaten gibt.
Die Regelung der Automatenspiele ist nicht bundesweit einheitlich: Die Mehrheit der Länder hat sie verboten. In Wien, Niederösterreich, der Steiermark und in Kärnten sind die Automaten erlaubt. Dort werden sie häufig als Geschicklichkeitsspiele getarnt oder über Konzessionen von anderen Bundesländern aufgestellt.
