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  <inhalt>&lt;p&gt;Karin Zauner  Der deutsche Autoexperte Helmut Becker hat  Magna als m&#246;glichen  Opel-Eigent&#252;mer stets kritisch beurteilt.    Mit dem neuen Alteigent&#252;mer GM sieht er f&#252;r den deutschen Autobauer  aber Chancen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In einem SN-Interview im August haben Sie gesagt,  General Motors spiele auf Zeit und werde Opel nicht an Magna verkaufen, weil der US-Autobauer  ja nicht verr&#252;ckt sei. Sie  gaben einen guten Propheten ab.  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Becker:  Ich bin eben besser als andere. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abgesehen davon, kann GM Opel selbst sanieren?  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Becker:  M&#246;glich ist es. Hinter GM steht die US-Regierung,  60  Prozent  geh&#246;ren den USA und Kanada.  Vor diesem Hintergrund kann GM Opel neu aufstellen. GM hat nun eine andere  taktische Ausgangsposition, in dieses Konzept passt Opel als strategisch wichtigster Baustein unverzichtbar hinein. Erstmals seit 80 Jahren braucht GM Opel  und nicht umgekehrt. Beim Opel-Betriebsrat ist diese Erkenntnis freilich noch nicht angekommen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und dies alles ist dem US-Konzern &#252;ber Nacht eingefallen? Warum hat man dann noch im September einen Verkauf an Magna abgesegnet,  um dann zu sagen: &amp;#8222;&#196;tsch, war wohl nichts.&amp;#8220;?  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Becker:  GM wurde in Rekordzeit von vier Wochen durch die Insolvenz gepeitscht, das ist noch nicht lang aus.  Es ist v&#246;llig klar, dass die intern Zeit gebraucht haben, um sich zu finden.  Sie haben neue Erkenntnisse gewonnen und mussten alte Entscheidungen erst &#252;ber Bord werfen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Welche Entwicklungsm&#246;glichkeiten sehen Sie f&#252;r Opel nun unter alter, neuer F&#252;hrung?  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Becker:  Die Opel-F&#252;hrung, der Betriebsrat und die Belegschaft sollten nicht lamentieren und mit Streiks drohen, sondern positiv an die neue Situation herangehen.  Opel ist jetzt etwas wert, Opel ist ein Asset  geworden.  Denn Opel hat die Technologie, die GM braucht. GM hat nur mit Opel eine &#220;berlebenschance.  GM sollte eigentlich die  Hauptverwaltung nach R&#252;sselsheim verlagern.   &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie soll Opel neu aufgestellt werden?  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Becker:    Ich denke an eine neue Kapital- und Eigent&#252;merstruktur.  Die Belegschaft sollte mit mehr als zehn Prozent  beteiligt werden. Eine Sperrminorit&#228;t h&#228;tte Sinn,  denn Opel muss sich selbst retten und darf nicht fremdbestimmt sein, weder aus Graz,  Detroit noch aus Moskau.  Ich denke auch, die alte Opel-F&#252;hrungsmannschaft muss weg. Ich m&#246;chte hier Albert Einstein zitieren: &amp;#8222;Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise l&#246;sen, durch die sie entstanden sind.&amp;#8220; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber wie soll das  zerschlagene Porzellan gekittet werden? Die Opel-Belegschaft wettert seit Monaten gegen die verhasste Mutter GM und droht nun mit Streiks und Hilfeverweigerung?  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Becker:  F&#252;r mich als &#214;konomen ist es nicht   einsichtig, dass die Belegschaft f&#252;r Magna einen Beitrag leisten will, f&#252;r den Uralteigent&#252;mer aber nicht. Da m&#252;ssen die K&#246;pfe rollen. Als GM w&#252;rde ich ein derartiges Verhalten nicht tolerieren. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Magna hat nun diese Probleme nicht mehr. Aber  was bedeutet das Platzen des Opel-Verkaufs  f&#252;r den &#246;sterreichisch-kanadischen Autozulieferer?  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Becker:  Magna w&#228;re als Opel-Eigent&#252;mer in Schwierigkeiten gekommen, weil alte Kunden davongelaufen w&#228;ren. Magna kann nun  vielleicht mit Ausnahme der Verhandlungsf&#252;hrer mit erhobenem Haupt aus der Sache gehen und sich wieder um sein Hauptgesch&#228;ft k&#252;mmern, wo man marktbedingt genug Schwierigkeiten hat. Vor allem am Standort Graz wird es sehr schwierig   werden, die Kapazit&#228;ten  aufzuf&#252;llen.&lt;/p&gt;</inhalt>
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  <titel>&#8222;Opel ist nun etwas wert&#8220;</titel>
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  <updated-at type="datetime">2009-11-05T01:52:31+01:00</updated-at>
  <vorspann>Abgeblasen. Der deutsche Autoexperte Helmut Becker  w&#252;rde bei Opel  K&#246;pfe rollen lassen, weil die Belegschaft gegen den Eigent&#252;mer  arbeitet.</vorspann>
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